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    Lymphdrainage

    Unser Körper hat zwei Blutsysteme:

    Das rote Blut, welches durch eine Pumpe - das HERZ - in allen unseren Blutgefäßen bewegt wird . Das weiße Blutplasma, welches durch viele kleine Pumpen - LYMPHKNOTEN - in den Lymphbahnen bewegt wird. Sie kennen dies von Schürf und Brandwunden her - eine weiße Flüssigkeit welche u.a. die meisten unserer Abwehrstoffe zu den benötigten Stellen unseres Körpers transportiert. Nun kann es sein, dass die Lymphknoten im Indikationsgebiet nicht mehr richtig funktionieren oder nach Operationen gar nicht mehr existieren. Dann kommt es zu Schwellungen die oft sehr schmerzhaft sind. Diese können mit einer leichten Massagetechnik wieder angeschupst bzw. abgeleitet werden und mit einer der Krankheit entsprechenden Taktik über die Nieren wieder zur Ausscheidung veranlasst werden. Es zeigt sich bei dieser Therapie ein sehr schneller Effekt. In den meisten Fällen kommt es vor, dass umgehend nach der Therapie das "Schwellwasser" über die Blase ausgeschieden wird und eine gleichzeitige Reduzierung des Umfangs der geschwollenen Körperteile zu messen ist.

    Die Lymphdrainage ist eine spezielle Massageform nach Dr. Vodder mit systematischer Anordnung und rhythmischer Folge von Drehgriffen, Schöpfgriffen, Pumpgriffen sowie stehenden Kreisen und Spezialgriffen. Sie dient nicht der Lockerung und Entspannung der Muskulatur, sondern sie soll den Abtransport der Lymphflüssigkeit aus den Körpergeweben fördern. Die Behandlung erfolgt bei Masseuren oder Physiotherapeuten, die eine entsprechende Weiterbildung absolviert haben. Neben dieser manuellen Form gibt auch eine apparativ durchgeführte Lymphdrainage, bei der durch rhythmisch arbeitende Druckmanschetten um den Arm oder das Bein der Lymphstrom angeregt werden soll.

    Die Lymphe entsteht dadurch, dass durch feinste Blutkapillaren ins Gewebe sickert und dort die Körperzellen umspült. Nach ihrem Durchtritt durch das Gewebe sammelt sich dieses Gewebswasser als "Lymphe" in den Lymphbahnen. Diese leiten den Flüssigkeitsstrom aus den Armen und Beinen zurück in das Zentrum des Körpers und münden schließlich wieder im Blutgefäßsystem. Die Lymphe passiert viele Lymphknoten, die Bakterien, Viren, Zelltrümmern und anderen Abfallstoffe aus der Flüssigkeit herausfiltrieren. Bei Verletzungen oder Operationen werden die Lymphbahnen häufig unterbrochen. Der Rückfluss der Lymphe aus den Geweben ist dann behindert, und es können sich Lymphstauungen in Form von Schwellungen und Ödemen bilden. Sehr häufig ist dies beispielsweise nach Brustkrebsoperationen der Fall, bei denen den Patientinnen die Achsel-Lymphknoten entfernt wurden. Viele klagen nach der Operation über Schwellungen im Arm- und Schulterbereich, die die Bewegungsfähigkeit stark einschränken. Ödeme können jedoch auch durch eine angeborene Schwäche der Lymphgefäße entstehen. Der Therapeut versucht, durch spezielle Massagegriffe entlang der Lymphbahnen den Abfluss der Flüssigkeit zu beschleunigen und so die Ödeme zurückzubilden. Die Lymphdrainage wird in der Praxis selten als alleinige entstauende Maßnahme eingesetzt. Hinzu kommen meist eine Kompressionsbehandlung (Bandagen, Stützstrümpfe) und Krankengymnastik sowie hautpflegerische Maßnahmen.

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